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 Rhein-Main Sport
Mr.Met Offline



Beiträge: 4.396

18.06.2003 14:28
Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Hier alles über die Eintracht rein
Gruß Met



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20.06.2003 07:34
#2 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Meldung 19.06.03


Eintracht Frankfurt und FILA kooperieren auch zukünftig
Eintracht Frankfurt hat sich mit seinem Ausrüster der vergangen zwei Spielzeiten, FILA, darauf geeinigt, auch in Zukunft, insbesondere auf dem Sportschuhsektor, zusammen zu arbeiten. Der Zweijahres-Vertrag wurde abgeschlossen, da der neue Ausrüster Jako keine Fußball,- bzw. Sportschuhe herstellt.


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20.06.2003 07:40
#3 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten


Mittwoch, 18.06.2003
(Fussball)
"Wir wissen gleich am ersten Spieltag, wo wir stehen"
Eintracht trifft bei Bundesliga-Auftakt auf Bayern München / Interesse an Cipi und Cha / Toppmöller soll gehen

Von Jürgen Heide

FRANKFURT A. M. Als Volker Sparmann gestern Nachmittag in einer Bucht vor Kreta aus den Fluten stieg, um sich auch an seinem letzten Urlaubstag noch einmal der Frankfurter Eintracht zu widmen, hatte ihn die Kunde vom Auftaktknüller des Erstligaaufsteigers bereits erreicht. Ausgerechnet beim deutschen Fußball-Meister und Pokalsieger Bayern München muss das Team von Willi Reimann bei seiner Rückkehr ins Fußballoberhaus antreten. Da die Begegnung wahrscheinlich das Saisoneröffnungsspiel ist, deutet vieles darauf hin, dass sie bereits am Freitag, 1. August, im Münchner Olympiastadion ausgetragen wird. "Ich war geschockt, als ich vom Spielplan hörte", sagte AG-Vorstandsvorsitzender Sparmann, der allerdings einräumte, dass "wir bei den Bayern nichts zu verlieren haben; wir dürfen natürlich keine fünf Stück fangen." Bitterer stieß ihm die Tatsache auf, dass die Hessen nur eines ihrer letzten vier Saisonspiele im Waldstadion bestreiten.

Eintracht-Trainer Willi Reimann konnte sich in seinem Urlaubsdomizil auf Sylt ein Grinsen nicht verkneifen, als er vom Auftaktgegner seines Teams erfuhr. "Da wissen wir gleich am ersten Spieltag, wo wir stehen", sagte der Coach, um noch hinzuzufügen, "dass es vielleicht gar nicht schlecht ist, zu diesem Zeitpunkt gegen die Bayern zu spielen, weil auch sie direkt aus der Vorbereitung kommen und noch nicht eingespielt sind."

Dass die Eintracht, die im ersten Heimspiel - wahrscheinlich am 8. August - auf Bayer Leverkusen trifft, in der Rückrunde am 31. Januar oder 1. Februar die Bayern auf der Baustelle Waldstadion erwartet, deckt sich mit dem Wunsch der Hessen, die den attraktivsten Gegner erst nach der Winterpause empfangen wollten, weil spätestens bis dahin die Zuschauerkapazität des Neubaus von 20 000 auf 30 000 Besucher angestiegen sein soll.

Um im Olympiastadion auf einen erstligareifen Kader zurückgreifen zu können, müht sich Sparmann derzeit, eine Liste mit Namen abzuarbeiten, die Reimann ihm übermittelt hat, wobei die Eintracht je einen Abwehr- und Angriffsspieler verpflichten will und, "falls wir dann noch finanziellen Spielraum haben", so Reimann, "auch noch einen Mittelfeldspieler".

Ganz oben auf dem Wunschzettel des Trainers stehen dabei der 27 Jahre alte Abwehrspieler Geri Cipi vom belgischen Erstligisten AA Gent und Stürmer Du-Ri Cha (22), der vergangene Saison in 22 Spielen ein Tor für Erstligaabsteiger Arminia Bielefeld erzielte. Beim albanischen Nationalspieler Cipi versucht Sparmann derzeit die Ablöse für den 1,89 Meter großen Innenverteidiger zu drücken, kann sich aber durchaus vorstellen, 70 000 Euro für den albanischen Nationalspieler zu zahlen. Der südkoreanische WM-Star Cha, dessen Vater Bum Kun bereits für die Eintracht spielte, sollte bereits vergangene Saison nach Frankfurt kommen. Der Transfer scheiterte aber daran, "dass er unbedingt in der ersten Liga spielen wollte", so Reimann über Cha, dessen Transferrechte Bayer Leverkusen besitzt. Sparmann ist überzeugt, "dass sich Cha dieses Mal für uns und gegen Bielefeld entscheiden wird".

Am kommenden Freitag sollen laut Sparmann Jens Keller, Andreas Menger, Andree Wiedener und Neuzugang Markus Pröll in Frankfurt ihre Verträge unterschreiben. Auch von Uwe Bindewalds Vertragsverlängerung geht der AG-Chef, der eine Verpflichtung des Bremers Mike Barten ausschließt, aus. Derweil dementiert Reimann einen Transfer des Cottbusers Laurentiu Reghecampf.

Ziehen lassen wird die Frankfurter Eintracht nach FR-Informationen Dino Toppmöller, dessen Vertrag nur für die zweite Liga galt, weil man sich durch Ervin Skela, Markus Kreuz und Mehmet Dragusha im offensiven Mittelfeld ausreichend besetzt sieht. Jedenfalls sollen die Hessen per Fax ihr Vertragsangebot zurückgezogen haben.


Donnerstag, 19.06.2003
(Fussball)
Eintracht-Auftakt bei Bayern – Reimann: "Tolle Motivation"

Von Peppi Schmitt

Frankfurt. Der Spielplan für die kommende Bundesliga-Saison, den die Deutsche Fußball-Liga (DFL) gestern veröffentlichte, hat in Frankfurt eingeschlagen wie eine Bombe. Bei Trainer, Spielern und den Fans des Aufsteigers Eintracht Frankfurt herrschte große Begeisterung, bei den wirtschaftlich Verantwortlichen des Clubs und den Vertretern der Stadt und der Bauherren des neuen Waldstadions dagegen überwog Enttäuschung und Skepsis.

Die Eintracht wird die Saison am Wochenende 2./3. August mit dem Gastspiel im Münchener Olympiastadion beim FC Bayern München eröffnen. Womöglich wird die Partie aber bereits am Freitag, den 1. August stattfinden, da seit dem vergangenen Jahr der Meister die Saison exklusiv eröffnen darf.

Das erste Heimspiel der Eintracht findet am 9. oder 10. August gegen Bayer Leverkusen statt. "Das sind gleich zwei Highlights", sagte Trainer Willi Reimann, "ich freue mich drauf." Es sei sicher besser gleich zu Beginn gegen ein Topteam wie den FC Bayern zu spielen als im laufenden Spielbetrieb, glaubt Reimann. "In jedem Fall ist es eine riesengroße Motivation für jeden einzelnen Spieler während der Vorbereitung auf die Saison", glaubt der Coach.

Auch Kapitän Jens Keller sieht dem Auftakt zuversichtlich entgegen. Zwar könne eine Niederlage bei den Bayern dem Selbstvertrauen abträglich sein, "doch vielleicht kommt es ja ganz anders und wir holen uns ausgerechnet gegen die Bayern richtig viel Selbstvertrauen für die ganze Saison."

Helle Begeisterung hat der Auftakt bei den Fans ausgelöst. Zu Tausenden werden sie nach München fahren, "weil wir auf dieses Spiel ja gewartet haben", freut sich der Fan-Beauftragte Andreas Hornung. Auch die ersten vier Heimspiele gegen Leverkusen, Hertha BSC Berlin (23./24.08.), 1. FC Kaiserslautern (20./21.09.) und Borussia Dortmund (04./05.10.) haben es in sich.

Das Waldstadion wird zu jeder dieser Begegnungen ganz sicher ausverkauft sein, denn schon jetzt gibt es Tausende von Anfragen. Und genau bei diesem Run auf die Tickets beginnen die Probleme. Denn noch weiß keiner so genau, wie viele Zuschauer die Arena während des Umbaus fassen wird. Die ursprüngliche Hoffnung, dass bei weniger attraktiven Gegnern zu Beginn die voraussichtliche Kapazität von nur knapp über 20 000 ausreichen könnte, wurde vom Spielplan der DFL zunichte gemacht. Zwar wurde der Bitte der Eintracht um ein Auswärtsspiel zum Auftakt entsprochen, doch alle anderen Wünsche wurden ins Gegenteil verkehrt.

Mit Ausnahme der Bayern hat die Eintracht während der Vorrunde alle anderen attraktiven Gegner zu Hause, zudem gibt es im ersten Halbjahr noch ein Heimspiel mehr als im zweiten. Winfried Naß, Referent von Frankfurts Bürgermeister Achim Vandreike, hatte die Wünsche der DFL persönlich vorgetragen. Geholfen habe dies "nicht viel", sagte Naß gestern enttäuscht, "aber wir wollen trotzdem nicht schimpfen". Vielmehr gehe es nun darum, nach Lösungen zu suchen und sie zu finden.

Die Haupttribüne des Waldstadions, die bereits vor einer Woche abgerissen werden sollte, wurde bisher nur "entkernt", steht aber noch. Sozusagen als "Versicherung", sollte die Baufirma Bögl die Zusagen nach mindestens 25 000 Zuschauern nicht einhalten können. Doch der Abriss kann eigentlich nicht weiter verzögert werden, "weil wir sonst im Sommer 2004 ein noch größeres Probleme bekommen", behauptet Winfried Naß.

Heute werden Vertreter der Eintracht, der Stadt und der Baufirma noch einmal zusammensitzen, um die nächsten konkreten Schritte abzustimmen. Dabei soll die Firma Bögl verbindlich erklären, welche Plätze für die ersten Spiele ganz konkret auf der neuen Gegentribüne zur Verfügung stehen werden. "Ich hoffe, dass wir doch irgendwie auf 25 000 oder 26 000 Plätze kommen, zum vierten Heimspiel dann auf 30 000", sagt Winfried Naß, der sogar überlegt hatte, eine provisorische Stahlrohrtribüne aufstellen zu lassen. Doch dies rechnet sich nicht für die Eintracht.

Auch Dieter Hochgesand, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Waldstadion sieht die Probleme: "Bei diesen attraktiven Gegnern wird die Nachfrage nach Karten die Kapazitäten weit übertreffen", sagt Hochgesand, "wir müssen und werden nun auf allen Ebenen daran arbeiten verträgliche Lösungen zu finden."


Freitag, 20.06.2003
(Fussball)
Ein Neppe-Freund greift Volker Sparmann an

Von Klaus Veit

Frankfurt. Das Gerangel um Kompetenzen, Fehler, Verfehlungen und Verdienste geht bei Eintracht Frankfurt weiter. Nachdem Jürgen Neppe, der Aufsichtsrats-Vorsitzende des Aufsteigers in die Erste Fußball-Bundesliga, in der Vergangenheit von verschiedenen Seiten hart kritisiert wurde, gelangte nun eine eigentlich interne Information an die Öffentlichkeit, deren Verfasser Vereins-Vizepräsident Axel Hellmann ist.

In der per e-mail in Fankreisen verbreiteten Information unterstützt Hellmann den Aufsichtsrats-Vorsitzenden, den er als seinen Freund bezeichnet. So weist er darauf hin, dass Neppe im Vorjahr den Verein mit einem hohen sechsstelligen Betrag unterstützt habe. Nach unseren Informationen handelte es sich um 300 000 Euro.

Außerdem wird behauptet, der Eintracht-Vorstand, also der Vorsitzende Volker Sparmann oder Finanzvorstand Thomas Pröckl, hätten den Hauptausschuss gebeten, dem umstrittenen, aber inzwischen vollzogenen, Transfer des Kölner Torhüters Markus Pröll nicht zuzustimmen. Auch habe sich Neppe "zu keinem Zeitpunkt ins operative Geschäft eingemischt, außer wenn es der Vorstand nicht ausdrücklich" gewollt habe. Es habe eine Reihe schriftlicher Mandate gegeben, darunter sei Neppe von Sparmann aufgefordert worden, Verhandlungen mit Bayer Leverkusen über einen Verkauf von Jermaine Jones zu führen. Wer anderes behaupte, dem werde "demnächst der Kopf wegfliegen. . ."

Während hiermit anscheinend eine Drohung gegen Sparmann ausgesprochen wird, bekommt auch Trainer Willi Reimann sein Fett ab. Reimann, der Neppe vor einigen Tagen vehement angegriffen hatte, sei "die glaubwürdige Stimme, die den Schuldigen . . . ausgemacht und uns gleichzeitig den Mann für die Zukunft" präsentiert habe. Auf relativ plumpe Art sei damit die Maske gefallen, jemand verfahre nach dem Prinzip "Ziehe ich alle anderen in den Dreck, dann bin ich der große Retter". Hellmann ließ gestern offen, ob er damit Sparmann gemeint habe. Auch sei die nun veröffentlichte Version seiner Mail nicht identisch mit der Urfassung. Die Veröffentlichung bezeichnete Hellmann als "unschön, aber jeder kann damit machen, was er will". Hellmann behauptet weiter, dass es nicht Neppe gewesen sei, der Reimann wegen dessen Kritik vor den Aufsichtsrat zitiert habe. Diese Behauptung entspricht nach gesicherten Informationen dieser Zeitung allerdings nicht der Wahrheit. In seinem Rundbrief gestand Hellmann ein, dass Neppe auch seine Schwächen habe. So sei er kein Diplomat und renne gerne "in jedes aufgestellte Messer". Vielleicht sei er deshalb auf der Position als Aufsichtsrats-Vorsitzender nicht der Richtige. Doch ohne ihn würden der Eintracht einige Türen verschlossen bleiben. Neppe habe nur das Wohl der Eintracht im Auge.

Auf Anfrage bezog Sparmann zu einigen Punkten Stellung. Er bezeichnete die Behauptung als "absurd", dass der Vorstand darum gebeten habe, dass der Hauptausschuss der Verpflichtung Prölls nicht zustimmen solle. Richtig sei, dass Neppe von ihm "zu einem frühen Zeitpunkt" den Auftrag bekam, bei Neppes "Freunden in Leverkusen" zu sondieren, welche Ablösesumme für Jones zu erzielen sei: "Damals stand der Aufstieg nicht fest und wir wussten noch nicht, ob wir als Zweitligist alle DFL-Auflagen erfüllen könnten." Nach dem Aufstieg jedoch "war für uns sonnenklar, dass Jones bleibt." Es habe aber nur "einen Punkt" gegeben, bei dem Neppe "seine Vorkontakte" nutzen sollte. Sparmann, der nach seiner Rückkehr aus Kreta gestern mit Neppe telefonierte, wollte die Dinge nicht so hoch hängen: "Ich gehe davon aus, dass wir alles intern besprechen werden."

Dino Toppmöller wird

wohl gehen müssen

Derweil wird Dino Toppmöller wohl die Frankfurter Eintracht verlassen müssen. Denn der Erstliga-Aufsteiger hat höchstens noch bedingtes Interesse an dem 22-Jährigen. Dass inzwischen das Vertragsangebot zurückgezogen wurde, hat allerdings keine endgültige Wirkung, wie Volker Sparmann erklärte: "Wir hatten das Angebot an den von Dino genannten Berater geschickt, inzwischen aber erfahren, dass er einen neuen Berater besitzt." Nun will Sparmann im persönlichen Gespräch mit Toppmöller die Lage sondieren. Allerdings ist klar, dass der Mittelfeldspieler auf Grund der Neuzugänge wohl auf der Bank sitzen würde – eine Rolle, mit der er zuletzt seine Probleme hatte.

Unklar ist, welchen Stürmer die Eintracht verpflichten wird. Nachdem sich Viorel Ganea noch immer nicht entschieden hat, ob er in der Bundesliga bleiben oder in die Türkei wechseln will, sind die Chancen von Du Ri Cha gestiegen. An dem Sohn von Ex-Stürmer Bum Kun Cha hatte die Eintracht bereits vor einem Jahr Interesse, doch damals bevorzugte der Koreaner den Erstligisten Bielefeld.

Klar ist dagegen, dass die Eintracht auch in den kommenden zwei Jahren mit "Fila" zusammenarbeiten wird. Dies sei notwendig geworden, da der neue Trikot-Ausrüster "Jako" weder Fußball- noch Sportschuhe herstelle.


Gruß Met



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20.06.2003 07:40
#4 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Freitag, 20.06.2003
(Fussball)
In Frankfurt ist nicht nur das Waldstadion eine Baustelle
Nach der Rückkehr aus dem Urlaub hat Vorstandschef Volker Sparmann einiges zu tun

Gestern vor einem Jahr ist Volker Sparmann gegen 6.30 Uhr von lautem Telefongeklingel geweckt worden. Finanzvorstand Thomas Pröckl war dran, und er sagte zum Vorstandsvorsitzenden von Eintracht Frankfurt einen Satz: "Herr Sparmann, ich hab' da einen unguten Tipp gekriegt." Wenig später stand Eintracht Frankfurt ohne Lizenz da, der Abstieg in die Regionalliga schien besiegelt.

Ein Jahr später sitzt Sparmann an einem Feiertag in seinem Büro und sortiert Stapel. Dorthin hat er die Namen jener Spieler abgelegt, die sich selbst angeboten haben, künftig für die Eintracht in der Bundesliga spielen zu wollen, "auch bekannte Namen". Sparmann ist deshalb nicht bange, die Mannschaft ordentlich zu verstärken, auch wenn es im Fall Viorel Ganea (VfB Stuttgart) "extrem schwierig" werde. Dafür war das Telefongespräch, das er jüngst mit der Mutter von Doo Ri Cha (Arminia Bielefeld) in Seoul geführt hat, sehr nett. Cha, schon vor einem Jahr auf der Liste, soll dieses Jahr nach Frankfurt kommen. Klar ist noch nichts.

Es ist derzeit eine Menge nicht klar bei Eintracht Frankfurt, zehn Tage vor dem ersten Training. Weder steht die Mannschaft - die versprochenen "zwei bis drei Kracher" fehlen -, noch ist nach der überraschenden Absage von Wolfgang Holzhäuser ein Vorstandsvorsitzender gefunden und von einem Manager reden sie in Frankfurt schon gar nicht mehr. Der soll im übrigen erst dann geholt werden, wenn der Vorstands-Posten besetzt ist. So wie es momentan aussieht, kann das dauern.

Statt dessen verzetteln sich die handelnden Personen in Führungspositionen in provinziellen Scharmützeln. Aufsichtsratschef Jürgen Neppe stichelt gegen Trainer Willi Reimann, der stichelt zurück. Beide sind beleidigt, und das Bild, das Eintracht Frankfurt mal wieder in der Öffentlichkeit abgibt, ist kein gutes. Jetzt ist herausgekommen, dass Sparmann vor seinem Urlaub auf Kreta den Aufsichtsratschef Neppe schriftlich beauftragt hat, Verhandlungen zu führen. Wie der kicker meldet, sollte Neppe einen Verkauf von Jermaine Jones nach Leverkusen in die Wege leiten.

"Herrn Neppes Handeln war in der Tat abgestimmt", sagte Sparmann, allerdings habe Neppe keinerlei Verhandlungsgespräche geführt. Er sei aufgrund seiner guten Kontakte in der Branche lediglich beauftragt worden, "hier und da eine paar Dinge zu sondieren". Der Fall Jones habe sich mit dem Aufstieg erledigt, der U- 21-Nationalspieler bleibe auf jeden Fall in Frankfurt, nur in der Zweitklassigkeit hätte die Eintracht den Stürmer ziehen lassen wollen. Zudem sei Neppe nach den Worten Sparmanns in "der Ganea-Kiste" involviert gewesen. "Einfluss auf die sportliche Konzeption" habe Jürgen Neppe nicht gehabt. Allein Sparmann habe alle Verhandlungsgespräche, bislang 17, geführt. Ansonsten hält Sparmann "die verbalen Attacken" von Jürgen Neppe allenfalls für ein "Missverständnis". Intern arbeite man ordentlich miteinander. Und intern habe man auch schon "unter vier Augen und unter Männern Klartext geredet".

Unklar ist indes, ob Sparmann nicht doch über den 30. Juni hinaus auf seinem Vorstandssessel sitzen bleiben wird. Er sagt zwar, dass man "ein Provisorium nicht überstrapazieren soll", er sagt aber auch: "Ich kann mir bei Eintracht Frankfurt vieles vorstellen; meine Phantasie ist grenzenlos." Er könnte sich etwa vorstellen, beratend im Hintergrund zu agieren. Doch selbst wenn die Eintracht keinen Nachfolger finden sollte, werde der Club nicht führungslos sein. Die Geschäfte wird dann Finanzvorstand Pröckl führen.

Mehr Klarheit soll es dann bei der Aufsichtsratssitzung kommenden Donnerstag geben. Dort wird auch Reimann deutlich Stellung beziehen zu den Vorkommnissen der letzten Zeit. "Ich werde den Herren eine lückenlosen Bericht vorlegen, dass denen die Augen übergeben", hatte der Trainer im FR-Interview gesagt. kil/jh


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02.07.2003 09:57
#5 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Skela mit Cipi vereint, Reimann sauer auf Jones

Frankfurt. Es ist Blut geflossen bei der Frankfurter Eintracht. Zur Ermittlung der Laktatwerte, die Aufschluss über den Fitnesszustand geben, wurde den Fußball-Profis gestern Vormittag Blut abgezapft. Mit dabei war auch Geri Cipi. Der albanische Nationalspieler hatte kurz zuvor seinen Zweijahresvertrag bei der Eintracht unterschrieben. Für 125 000 Euro wechselt der 29 Jahre alte Abwehrspieler von AA Gent zum Bundesliga-Aufsteiger.

"Er ist ein Klassemann, an ihm kommt so schnell keiner vorbei", freut sich sein Landsmann Ervin Skela, der am Transfer kräftig mitgebastelt hatte. Den Finnen Mikael Forsell (zuletzt Mönchengladbach) habe Cipi ebenso sicher im Griff gehabt wie den Tschechen Jan Koller von Borussia Dortmund, zeigte sich Skela von den Qualitäten seines Freundes überzeugt. Der kongolesische Nationalspieler Jean-Clotaire Tsoumou-Madza verlängerte seinen Vertrag in Frankfurt bis Ende Juni 2005 plus Option auf eine weitere Spielzeit.

Weiter warten muss die Eintracht auf Neuzugang Du-Ri Cha. Erst morgen soll der koreanische Nationalspieler in Frankfurt eintreffen. Er wird die Laktat-Untersuchungen ebenso nachholen müssen wie einen zusätzlichen medizinischen Check, der bei den Kollegen heute durchgeführt wird.

Danach geht es für die Eintracht erstmals "richtig" an den Ball. In Bensheim findet heute Abend (19 Uhr) das erste Freundschaftsspiel statt. Trainer Willi Reimann will möglichst viele Spieler einsetzen, macht dies im Detail aber davon abhängig, wann die Untersuchungen beim Internisten beendet sind.

Gestern Vormittag wurden auch die Rückennummern für die kommende Saison vergeben. Die Stammspieler aus der vergangenen Saison haben ihre Nummern behalten, so trägt Oka Nikolov weiter die "1". Den Neuzugängen wurden folgende Nummern zugeteilt: die "8" Stefan Lexa, die "9" Du-Ri Cha, die "10" Nico Frommer, die "15" Jurica Puljiz, die "16" Markus Kreuz, die "19" Mehmet Dragusha, die "22" Markus Pröll und die "26" Geri Cipi. Noch im Aufgebot aufgeführt werden auch die beiden Brasilianer Vivian Matheus und Franciel Hengemühle, die allerdings bis zum Wochenende noch abgegeben werden sollen. Trainer Willi Reimann sucht eine "zeitnahe Lösung", möchte auf beide schon beim Trainingslager in Sylt verzichten. Vermutlich werden sie zurück nach Brasilien gehen.

Ob es noch einen weiteren Neuzugang geben wird, hängt in erster Linie vom Gesundheitszustand von Jermaine Jones ab. Ab Donnerstag soll der U 21-Nationalspieler mit einem Spezialschuh das Lauftraining aufnehmen. Kann er schmerzfrei trainieren, soll er wegen seines Haarrisses im Mittelfuß nicht operiert werden. Kehren die Schmerzen zurück, soll sofort ein Eingriff erfolgen.

Im Fall Jones ist der Trainer nicht nur sauer auf den Deutschen Fußball-Bund, der den Spieler entgegen der Wünsche der Eintracht mit zum Länderspiel nach Schottland genommen hatte, sondern auch auf Jones selbst, der sich erst nach seinem Urlaub beim Arzt gemeldet hatte. "Auf Ibiza hat der Fuß scheinbar nicht so weh getan", sagte Reimann süffisant. (pes)


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02.07.2003 09:59
#6 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Mittwoch, 02.07.2003
(Fussball)

Auf Augenhöhe
Trainer Willi Reimann sieht Eintracht Frankfurt nach dem ersten Training für die Bundesliga gerüstet

Von Ingo Durstewitz

Die Sonne hatte sich hinter dunklen Wolken versteckt, als am Montagnachmittag zwei Dutzend Fußballspieler in weißen Hemden aus der gammeligen Kabine der Wintersporthalle auf den sattgrünen Rasen vor dem Frankfurter Waldstadion getrabt sind. Nur einen kräftigen Spannstoß weit entfernt haben viele von ihnen vor gut fünf Wochen hemmungslos wie die Schlosshunde geheult, Helden waren sie nach dem 6:3 über den SSV Reutlingen, das den Aufstieg in die erste Klasse bedeutete - am Montag freilich haben 500 Neugierige Beifall gespendet, fast möchte man hinzufügen: aufmunternd. Denn die Mission, die Eintracht Frankfurt in den nächsten elf Monaten auszuführen hat, ist zwar keine unmögliche, aber doch eine verflucht harte: drei Mannschaften im Tableau hinter sich lassen. "Über unser Team werden sich einige wundern", sagte der zu Wochenbeginn aus dem Amt geschiedene Vorstandsvorsitzende Volker Sparmann nicht eben tiefstapelnd, "die Jungs werden das Kind schon schaukeln."

Es gibt andere in Frankfurt, die nicht ganz so forsch an die Sache rangehen. Trainer Willi Reimann, nach fünfwöchigem Urlaub auf Sylt schon einen Tag vor Trainingsbeginn eingetroffen, lässt keinen Zweifel daran, dass es von der ersten Sekunde des ersten Spiels beim FC Bayern München an, das die ARD am 1. August live übertragen wird, gegen den abermaligen Sturz in die Zweitklassigkeit gehen wird. Doch Reimann widerspricht den zahlreichen Kritikern, die mosern, die Eintracht habe nie und nimmer eine erstklassige Mannschaft beisammen: "Wir sind stark genug." Seine Mannschaft sei heiß auf die Beletage, sie verfüge über die nötige Qualität, und er lässt auch keinen Zweifel, wie er die rettenden Punkte einfahren will: "Mit harter, ehrlicher Arbeit."

Die Zeit großer Starspieler sei bei Abstiegskandidaten wie der Eintracht schon längst passé. "Da geht es nur über mannschaftliche Geschlossenheit." Und was das eingeschworene Kollektiv bewirken könne, habe man ja in der abgelaufenen Runde gesehen. Sechs, sieben Teams, glaubt Reimann, werden in der neuen Saison gegen den Abstieg spielen, und sein Ensemble sei in keinem Fall schlechter als etwa das von Rostock, Gladbach oder Hannover: "Wir haben die gleichen Chancen".

Bis auf den Südkoreaner Du-Ri Cha, der am Donnerstag zur Mannschaft stoßen wird, absolvierten alle acht Neuzugänge die erste 105 Minuten lange Einheit. Auch der albanische Abwehrspieler Geri Cipi vom belgischen Erstligisten AA Gent drehte die ersten Runden im Dress seines neuen Arbeitgebers. Die Eintracht überweist 125 000 Euro für den 30-fachen Nationalspieler, der als einziger Spieler ablösepflichtig ist. In Ermangelung des von ihm angekündigten "Krachers" preist der abgetretene Vorstandschef den 190 Zentimeter großen Verteidiger, der mit seiner Familie schon in Frankfurt wohnt, als absolute Verstärkung.

Keine Zukunft bei den Hessen hat Abwehrspieler Matheus Vivian, der in seine brasilianische Heimat ausgeliehen worden ist. Im Gegenzug soll nach Sparmanns Angaben noch ein ausländischer Spieler verpflichten werden, bei dem es sich um einen Stürmer handeln könnte, denn die Zukunft von Jermaine Jones ist erst einmal ungewiss. Der Stürmer hat erhebliche Schmerzen an der Bruchstelle des Mittelfußes, der durch eine Metalplatte stabilisiert wird. Für Jones wird nun ein Spezialschuh angefertigt, der für Entlastung sorgen soll. Sollte das nichts nutzen, droht eine neuerliche Operation und eine sechsmonatige Pause. Reimann ist entsprechend sauer, vor allem auf den DFB, der den Spieler laut Reimann gegen den Willen der Eintracht zur U 21 eingeladen hatte - seitdem habe sich die Verletzung verschlimmert, das zeigten die Röntgenbilder. "Jermaine wollte sich bei der Nationalelf drei Sterne dazu verdienen." Ob Jones das einwöchige Lauf-Trainingslager auf Sylt mitmachen wird, steht derzeit noch nicht fest.

Ebenso wie der Nachfolger von Sparmann. Herbert Becker, im Brotberuf für die Außenkontakte von Fraport zuständig, ist ins Gespräch gebracht worden. Vielleicht aber macht Sparmann irgendwie doch weiter." Wer zuletzt lacht, lacht am besten." Sagt er. Wie einst "Stepi".


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02.07.2003 10:00
#7 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Mittwoch, 02.07.2003
(Fussball)

Die Nummer eins aus Albanien
Geri Cipi unterschreibt bei Eintracht Frankfurt einen Zweijahresvertrag / Heute erstes Testspiel in Bensheim

Von Ingo Durstewitz

FRANKFURT A. M. Unter dem hellblonde Dreitagebart hat sich das Gesicht rot gefärbt, und ein bisschen hat Geri Cipi pumpen müssen, nachdem der stämmige Albaner auf der Tartanbahn vor der Wintersporthalle ein paar tausend Meter im Kreis gelaufen war - erst langsam, dann immer schneller. Co-Trainer Jan Kocian hat anschließend die gemessene Pulsfrequenz sorgfältig in eine Tabelle eingetragen, ehe Cipi und den anderen Profis von Eintracht Frankfurt ein Tröpfchen Blut aus dem Ohrläppchen gequetscht worden ist, damit Trainer Willi Reimann über den physischen Zustand seiner Berufsfußballer genau im Bilde ist. Was sein muss, muss sein. Erst recht in der ersten Liga.

Cipi hatte sich zum morgendlichen Laktattest verspätet, aber einen guten Grund: Der 27 Jahre alte Nationalspieler, der von Klaus Gerster beraten wird, hatte zuvor seine Unterschrift unter einen Zweijahresvertrag gesetzt. Sehr zur Freude von Teamkollege Ervin Skela, der der Eintracht eine Verpflichtung des vorher drei Jahre in Gent grätschenden Innenverteidigers ans Herz gelegt hatte. Cipi, den Skela als die Korsettstange, "die Nummer eins" der albanischen Nationalelf bezeichnet, gilt als absolut resolut im Zweikampf, als ein 190 Zentimeter großes und 86 Kilo schweres Kraftpaket, das erst neulich im EM-Qualifikationsspiel in Irland glänzte. Der ruhige, zurückhaltende Familienmensch steht aber auch mit dem Ball nicht auf Kriegsfuß, er verkörpert den modernen, mitspielenden Abwehrmann, der sehr wohl in der Lage ist, einen öffnenden Pass zu schlagen, der nicht nach fünf Metern in die Beine des Gegners hoppelt. "Ein eleganter Spieler", sagt Skela über den Kumpel, der mit seiner Familie in Skelas Nachbarschaft in Maintal-Bischofsheim ziehen wird.

Erstmals seit einem halben Jahr hat auch Stefan Lexa wieder mit einer Mannschaft Ball spielen dürfen. Denn der Österreicher hatte im Januar seinen Vertrag beim spanischen Zweitligisten CD Teneriffa aufgelöst, nachdem er nach der Entlassung seines Trainers Ewald Lienen keine Lobby und drei Monate kein Gehalt bekommen hatte. Lexa, 26, ist ein Nomade in Sachen Fußball, verdiente sein Geld unter anderem in Burghausen, Wehen, Reutlingen und Unterhaching, wo er zum Publikumsliebling avancierte. Früher, erzählt Lexa, als er noch blutjung war, habe er aus Prinzip nur Einjahresverträge abgeschlossen, frei nach dem Motto: Was kostet die Welt ? "Als Fußballer", sagt er, "ist nichts für die Ewigkeit."
Der schnelle Techniker legt jedoch Wert darauf, dass er sich mit jedem Vereinswechsel gesteigert habe, "es ging immer einen Schritt vorwärts". Jetzt sogar bis in die erste Liga. "Ich würde lügen, wenn ich behauptete, ich hätte mich über den Aufstieg der Eintracht nicht riesig gefreut." Und Lexa, verheiratet, möchte sesshaft werden, weshalb er in Frankfurt gleich drei Jahre die rechte Seite, "auf der ich alles gespielt habe", unsicher machen wird.

Die erste Bewährungsprobe steht schon heute an, wenn Trainer Reimann seinen Mannen im ersten Testspiel beim mit drei Oberliga-Spielern verstärkten Bezirksligisten FSG Bensheim (19 Uhr, Stadion am Berliner Ring) genau auf die Füße sehen wird. Der Coach plant, alle verfügbaren Spieler einzusetzen, wenngleich es einige nicht rechtzeitig zum Anpfiff an der Bergstraße schaffen werden, da sich die Mannschaft heute Morgen einer ausgiebigen ärztlichen Untersuchung unterzieht.

In den ersten ein, zwei Wochen werden einigen Profis ohnehin die Muskeln brennen, schließlich soll die konditionelle Grundlage für den bevorstehenden Abstiegskampf gelegt werden. Ausdauertraining wird auch im am Samstag beginnenden Trainingslager auf Sylt an erster Stelle stehen, in das Reimann auch den verletzten Jermaine Jones mitnehmen will.

Erst gegen Ende der Vorbereitung wird der Trainer seiner Mannschaft den Feinschliff verpassen, für das letzte Wochenende vor dem Spiel beim FC Bayern München am 1. August wird sich die Eintracht daher auch noch von einem starken Testspielgegner auf den Zahn fühlen lassen. Bis dahin werden unterklassige Opponenten die Opferrolle annehmen.


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04.07.2003 07:37
#8 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

Reimann zufrieden mit der körperlichen Fitness




Frankfurt. Überrascht war Willi Reimann nicht, aber ausgesprochen zufrieden. In den Urlaub hatte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt seinen Profis Trainingspläne mitgegeben. Und offenbar haben sich alle daran gehalten und parallel zur Erholung auch einiges für die Fitness getan. Die Laktatwerte, festgestellt am Dienstag, haben jedenfalls hervorragende Ergebnisse gebracht. "Es liegen Welten zwischen den Werten vor einem Jahr und jetzt", sagt Reimann, "wenn die Ergebnisse so ausfallen wie jetzt, ist das ein Zeichen, dass alle gut vorbereitet sind."

Auch die neuen Spieler seien in einem sehr guten körperlichen Zustand zum Training gekommen. Markus Kreuz vom 1. FC Köln hat die besten Werte aller 25 Spieler aufzuweisen. Schon gestern wurden die Test-Ergebnisse beim Training berücksichtigt. In vier verschiedenen Gruppen wurde der Waldlauf absolviert, eingeteilt nach der körperlichen Verfassung, überwacht von den Spielern selbst mit einer so genannten "Pulsuhr".

Reimann greift gerne auf die Erkenntnisse der modernen Sportmedizin zurück, auch wenn er es selbst in seiner aktiven Karriere ganz anders kennen gelernt hat. "Da mussten immer alle die gleiche Strecke im gleichen Tempo rennen", erinnert er sich an seine Zeit beim Hamburger SV unter Trainerlegende Branco Zebec. Aus heutiger Sicht total kontraproduktiv, "denn bei vielen hat es dazu geführt, dass sie hinterher weniger fit waren als vorher." Erfolgreich war der HSV trotzdem.

Die ersten Tage des Trainings gelten traditionsgemäß dem Aufbau der Kondition, daran hat sich beim Fußball nie etwas geändert. Vormittag Lauftraining, am Nachmittag Balltraining, so die Planungen von Willi Reimann, egal ob auf dem Gelände am Waldstadion oder kommende Woche beim ersten Trainingslager auf Sylt.

Um eine reines "Lauftrainingslager" werden die Eintracht-Profis wohl drumherumkommen, denn gleich vier Freundschaftsspiele werden in die Woche auf Sylt eingestreut. Der Grund liegt auf der Hand: Die körperliche Fitness ist zwar wichtig, aber bei acht Neuzugängen muss Reimann auch auf die spielerische Integration achten. Heute soll mit Du-Ri Cha, der als letzter Neuzugang gestern Abend erwartet wurde, auch der letzte Spieler des Aufgebots das Training wieder aufnehmen. Jermaine Jones lief gestern mit einem Spezialschuh und bestand den Test ohne Schmerzen.

Nicht mehr dabei sein werden die Brasilianer Vivian Matheus und Franciel Hengemühle. Matheus kehrt zunächst für ein halbes Jahr auf Leihbasis zu Gremio Porto Alegre zurück, Hengemühle absolviert ein Probetraining in der Schweiz. (pes)

Gruß Met



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04.07.2003 07:40
#9 RE:Alles zu Eintracht Frankfurt antworten

MIttwoch 04.07.03
Eintracht zwischen Warten und Hoffen
Trainer und Spieler sind der "Kracher-Diskussion" überdrüssig / Jones wegen verschleppter Verletzung in der Kritik

Von Ingo Durstewitz und Jürgen Heide


FRANKFURT A. M. Zocker setzen auf Ottmar Hitzfeld. Oder Jupp Heynckes. Aber nicht auf Willi Reimann. Auf den wetten höchstens Hasenfüße. Denn wenn sich Bayern München oder Schalke 04 als allererster der 18 zum erlauchten Zirkel gehörenden Vereine dazu entschließt, seinen leitenden Angestellten von der Trainerbank direkt auf die Straße zum Arbeitsamt zu befördern, rappelt es auf dem Girokonto der Zocker: Für 1000 Euro Einsatz gibt's 51 000 Euro (Hitzfeld) oder 41 000 Euro (Heynckes) raus. Und für Willi Reimann ? 5000 Euro. Lächerlich ! Mit dieser Quote (5,00) hat sich der Trainer des Last-Second-Aufsteigers Eintracht Frankfurt allerdings nur auf den zweiten Rang der Rauswurfliste gesetzt, knapp geschlagen von Hannovers Ralf Rangnick (4,00). Reimann, der Konservative, findet "solche Spielchen" gar nicht lustig. "Ich frage mich, in welcher Gesellschaft wir leben", sagt er, setzt aber hinzu: "Ich würde die Liste mit den 18 Namen aber anders aufstellen." Wie, will er nicht verraten.

Für viele ist Reimann gar der Top-Favorit auf die erste Trainerentlassung der Saison: die Mannschaft zu schwach, das Auftaktprogramm zu hart. Hinzu kommt der böse Streit mit Aufsichtsratschef Jürgen Neppe. Wer den Trainer mit derlei Behauptungen konfrontiert, sieht ein süffisantes Lächeln um seine Mundwinkel spielen, die Augen scheinen den Gesprächspartner verspotten zu wollen. Gerne sagt der Wortkarge dann Sätze wie: "Die Bewertung Außenstehender ist für mich als Praktiker nicht wichtig." Und: "Wir haben das Potenzial, die Klasse zu halten." Oder: "Nur weil jemand anderer Meinung ist, spielen wir doch nicht mit einem eckigen Ball in Frankfurt."
Reimann, Platz 14 als Ziel ausgebend, ist von seinem mit acht Spielern aufgepäppelten Ensemble überzeugt, selbst wenn er eingesteht, dass die neu verpflichteten Fußballer auch bei einem Verbleib im Unterhaus der Balltreterei zur Eintracht gekommen wären. "Wir mussten früh planen, deshalb haben wir alles so angelegt, dass die Spieler in beiden Ligen unser Vertrauen haben."
Kapitän Jens Keller pflichtet seinem direkten Vorgesetzten bei. Dem Abwehrchef, laut Ex-Vorstandschef Volker Sparmann der beste Organisator der ersten Liga, hängt das Gerede von dem in Frankfurt zum Unwort mutierten "Kracher" zum Halse raus. "Welcher andere Verein hat denn Kracher geholt ?", fragt der überragende Mann der abgelaufenen Runde rhetorisch, "Köln, Freiburg, Rostock ?" Ein Club wie Eintracht Frankfurt mit beschränkten finanziellen Möglichkeiten gehe genau den richtigen Weg: "Wir haben gute, ordentliche Spieler geholt." Vor allem menschlich, sagt Keller, passten sie hervorragend in das Kollektiv, "da ist keiner dabei, mit dem man nicht auskommen könnte". Und auch auf dem Fußballplatz, nicht ganz unwichtig, könne der eine oder andere die Eintracht voranbringen, "die Jungs haben was drauf".

Das Sprachrohr der Mannschaft stört sich nach wie vor an dem desaströsen Bild des Frankfurter Vereins: "Hier gibt es ein paar Leute, die jetzt in unserem Licht glänzen wollen. Wo waren die vor einem Jahr, als es uns schlecht ging ? Da hatten sich alle verpisst." Auch Reimann schlägt in diese Kerbe: "Man sollte uns ruhig arbeiten lassen. Noch ist kein Ball gerollt, aber schon heißt es: ,Der ist gegen den und der gegen den.' Was soll das alles ? Jetzt ist man in der ersten Liga und will alles kaputt reden."
In jedem Fall sind die Profis physisch schon ganz gut beieinander. Das hat der am Dienstag durchgeführte und mittlerweile ausgewertete Laktattest gezeigt, dessen Ergebnis den gestrengen Trainer angenehm berührt hat. Die Spieler haben sich offenbar allesamt gut auf die Vorbereitung vorbereitet, in der fußballfreien Zeit ihren Trainingsplan eingehalten. Im Vergleich zum Vorjahr seien "deutliche Unterschiede" zu erkennen, sagt Reimann, "da liegen Welten dazwischen". Markus Kreuz hat sich besonderes hervorgetan, der Neuzugang vom 1. FC Köln weist die besten Werte aller Berufsfußballer in Reihen der Hessen auf. Du-Ri Cha wird den Test nachholen müssen, der Sohn des früheren Frankfurter Spielers Bum-kun Cha ist gestern um 17 Uhr mit seinen Eltern auf Rhein-Main gelandet. Heute verhandelt die Eintracht mit Bayer Leverkusen noch einmal über die Modalitäten des Leih-Geschäfts.

Unterdessen ist Jermaine Jones, der über Schmerzen im operierten Mittelfußknochen klagt, gestern mit den eigens für ihn angefertigten Laufschuhen erstmals joggend über den Platz getrabt - schmerzfrei. In den nächsten Tagen soll er mit ebenfalls extra angepassten Fußballschuhen ins Training einsteigen. Reimann ist aber noch immer sauer auf den Angreifer, der nach dem letzten Spiel gegen Reutlingen über Schmerzen klagte, aber dennoch zur U 21 gereist war, sich danach in den Urlaub verabschiedete und sich erst kurz vor Trainingsbeginn wieder gemeldet hatte: "Es war sein Fehler, dass er uns nicht vorher informiert hat", sagt Reimann. "Er hätte seine Verletzung auskurieren müssen, dann wäre er jetzt voll belastbar."

Gruß Met



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