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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Rhein-Main Sport
Mr.Met Offline



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02.09.2003 07:33
+++ PRESSESCHAU ZUM DERBY +++ antworten

Eintracht schrammt an Blamage vorbei

Frankfurt entscheidet Pokalderby gegen Offenbach im Elfmeterschießen mit 4:3

Frankfurt/Main (sid) Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt ist in der ersten Runde des DFB-Vereinspokals nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Der finanziell klamme Tabellen-16. der setzte sich im 143. Derby beim Erzrivalen und Regionalligisten Kickers Offenbach glücklich erst im Elfmeterschießen 4:3 durch. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Jermaine Jones, nachdem zuvor Kickers-Torhüter Cesar Thier über das Tor geschossen hatte.

Nach 90 und 120 Minuten hatte es jeweils 1:1 gestanden. Nach dem mühsamen Erfolg kann die Eintracht mit weiteren Pokal-Einnahmen rechnen. Dennoch wird sich nach der erneut schwachen Leistung der Druck auf Eintracht-Trainer Willi Reimann nach der Partie weiter erhöhen.

Vor 20.000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg sorgte OFC-Stürmer Michael Petry nach einem Fehler von Eintracht-Keeper Nikolov für die Führung der Gastgeber (22.). Die Vorlage per Freistoß gab ausgerechnet der Ex-Eintrachtler Patrick Falk. Für den Ausgleich sorgte Nico Frommer, der aus dem Gewühl heraus traf (55.).

Unter den Augen von "Kaiser" Franz Beckenbauer konnte das "Spiel der Spiele" am Main die hohen Erwartungen zunächst nicht erfüllen. Vor allem die Reimann-Elf präsentierte sich 24 Stunden nach der Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Andreas Möller, der noch zum Einsatz kam, desolat und veranstaltete ein wahres Fehlpass-Festival. Außer zwei guten Chancen von Verteidiger Andre Wiedener (9.) und einem gefährlichen Freistoß von Ervin Skela (45.) hatten die schlecht organisierten Frankfurter ihren Anhängern im ersten Abschnitt nichts zu bieten. "Ich bin fassungslos, so darf man sich hier nie präsentieren", schimpfte Eintracht-Präsident Peter Fischer.

Hingegen spielten sich die Offenbacher beim ersten Derby seit 19 Jahren nach dem Führungstreffer in einen Rausch und hätten vor dem Seitenwechsel sogar noch höher führen können. Doch ein Kopfball des ehemaligen Duisburger Zweitliga-Profis Gustav Policella strich knapp am linken Torwinkel vorbei (24.). Den Kickers, bei denen nach der Entlassung von Trainer Ramon Berndroth Ex-Profi Lars Schmidt sein Debüt auf der Bank feierte, war die zusätzliche Motivation durch den Trainerwechsel deutlich anzumerken.

Auch nach der Pause war von einem Klassen-Unterschied zunächst nichts zu sehen. Zwar übernahmen die Gäste mehr und mehr die Initiative, doch die Offenbacher Defensive stemmte sich vehement gegen die Niederlage. Frommers Treffer fiel dementsprechend glücklich nach einer unübersichtlichen Situation im Fünf-Meter-Raum der Gastgeber.

Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen beider Klubs alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Ausschreitungen zwischen den verfeindeten Fanlagern zu verhindern. Mehr als 1000 Polizisten versuchten die Lage unter Kontrolle zu halten. Bis zum Ende der Partie gab es auch keine Zwischenfälle.

Beste Spieler auf Seiten des Drittligisten waren Torschütze Petry und Mittelfeldregisseur Falk. Bei der Eintracht wussten mit Abstrichen lediglich Christoph Preuß und der albanische Nationalspieler Skela zu gefallen.


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02.09.2003 07:40
#2 RE:+++ PRESSESCHAU ZUM DERBY +++ antworten

Mitleid für den Verlierer – Reimanns Glücksgriff mit Jones – Friedliches Derby
Von Klaus Veit

Offenbach. Der Kaiser hatte bereits nach 105 Minuten genug gesehen. Als Franz Beckenbauer den Bieberer Berg verließ, da war die Entscheidung noch nicht gefallen. Erst knapp eine halbe Stunde später jubelten die Fans der Frankfurter Eintracht im Allgemeinen und deren Präsident Peter Fischer im Speziellen. Denn der hatte den 5:4-Erfolg nach Elfmeterschießen exakt voraus gesagt.

Ein Derby war beendet, doch selbst die Sieger hatten fast Mitleid mit den Verlierern. "Der OFC war gleichwertig", befand Frankfurts Bürgermeister Achim Vandreike und Eintracht-Aufsichtsrat Bernd Ehinger gab zu: "Manchmal braucht man im Leben eben auch Glück."

Auch Eintracht-Trainer Willi Reimann sprach von einem glücklichen Weiterkommen: "Wir haben in der ersten Hälfte gegen einen starken und hoch motivierten OFC unseren Rhythmus nicht gefunden. Da hatten wir sehr große Probleme. Nach der Pause waren wir optisch überlegen und hätten nach dem Ausgleich bei Frommers beiden Großchancen auch in der normalen Spielzeit gewinnen können. Aber so haben wir den Zuschauern alles geboten, bis hin zum Elfmeterschießen." Vor diesem Nervenspiel hatte der Coach rechtzeitig Markus Kreuz eingewechselt und dann die Reihenfolge der Schützen genau festgelegt: "Ich habe zu Jones gesagt, dass er den fünften schießt, ihn trifft und so zum Helden wird. Und jetzt ist er der Held." Dass Jones nach seinem entscheidenden Treffer aber provokativ in Richtung Kickers-Fans rannte, zeigte, dass der "U 23"-Nationalspieler doch noch viel lernen muss.

Der neue Kickers-Trainer Lars Schmidt hatte sich vor dem Anpfiff noch drei Glückspfennige eingesteckt, aber anscheinend die verkehrten erwischt. Trotzdem konnte er seinem Team keinen Vorwurf machen: "Ich bin sehr zufrieden. Diese Leidenschaft, diese taktische Umsetzung, das war sehr gut. Wir wollten auch nach der Pause aktiver bleiben, aber dann machte sich halt der Kräfteverschleiß doch bemerkbar."

Um 16.15 Uhr, als der Eintracht-Bus den Bieberer Berg erreicht hatte, da waren die Kickers-Anhänger noch bester Laune. Die pfiffen die Erstliga-Profis aus, beschimpften ausgerechnet Jermaine Jones, der später den entscheidenden Elfmeter treffen sollte, lautstark. Ansonsten blieben Pöbeleien oder gar Ausschreitungen vor und auch nach der Partie aus. Akribisch wurden die Besucher am Eingang abgetastet, Flaschen, Regenschirme und sogar große Schlüsselanhänger wurden eingesammelt. Da fragt man sich, wie die OFC-Anhänger die Bengalos hinein schmuggeln konnten, die sie nach der Halbzeit auf der "Waldemar-Klein-Tribüne" entzündeten.

Der Ehrenpräsident des OFC, Namensgeber der Tribüne, blieb unterdessen ganz gelassen. "Nervös? Nein, warum? Ich habe doch schon so viele Derbys erlebt", schmunzelte der 83-Jährige vor dem Anpfiff. Peter Fischer fehlte die Erfahrung, entsprechend zappelte er im VIP-Raum herum. Selbst später nach der Niederlage war Klein nicht unzufrieden: "Das war ein Imagegewinn für die Kickers. Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war nichts zu erkennen. Ich hoffe, dass die Zuschauer nun noch mehr zu den Kickers-Heimspielen kommen." Draußen marschierten die Fans in ihre Blöcke, meist durch ein Spalier von grün-weiß. Bei den Frankfurter Ultras versammelten sich besonders viele Polizisten. Doch alle wollten die Partie bis zum Ende erleben. "Alles friedlich", verkündete Heiko Homolla, der Frankfurter Fan-Polizist, in der Pause. Im Stadion änderte sich diese friedliche, wenn auch sehr emotionale Stimmung bis zum Ende nicht. Doch die Polizei zeigte auch große Präsenz. So marschierten nach dem gezündeten "Bengalo" 100 weitere Beamte in den Innenraum, um notfalls die OFC-Anhänger in Schach zu halten. Sie waren vorbereitet auf die angekündigten Krawalle, zu denen auch einige Hooligans aus Essen und Mannheim angereist waren. Eintracht-Präsident Fischer und einige andere Führungskräfte von der nördlichen Mainseite hatten Personenschutz erhalten, um sicher den Bieberer Berg verlassen zu können.

Quelle:

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02.09.2003 07:41
#3 RE:+++ PRESSESCHAU ZUM DERBY +++ antworten

Im Krimi die Nerven behalten Eintracht siegt nach Elfmeterschießen
Von Rainer Jourdan

Offenbach. Und der Gewinner ist . . .Eintracht Frankfurt. 90 Minuten, Verlängerung, Elfmeterschießen, knisternde Spannung, viel Kampf, und manchmal auch Klasse. Es war das prallvolle Derby-Paket in der ersten Runde des DFB-Pokals, und um 20.15 Uhr hatte sich der glückliche Bundesligist beim Regionalligisten Kickers Offenbach durch gesetzt. 1:1 hatte es nach 90 und 120 Minuten auf dem Bieberer Berg gestanden, doch beim Krimi vom ominösen Punkt behauptete sich die Eintracht mit 4:3. Jones verwandelte den entscheidenden Strafstoß, nachdem zuvor OFC-Torhüter Thier das Leder über den Kasten seines Kollegen Nikolov geknallt hatte. Judt, Barletta und Knappmann hatten für Offenbach noch ihre Elfmeter verwandelt, Skela, Kreuz und Preuß für die Eintracht, die mit etwas Glück den Tiefpunkt der noch jungen Saison umging.

Die Kickers spielten ihre Rolle des aggressiven Underdogs, der nichts zu verlieren hatte, in der ersten Halbzeit hervorragend. Von einem Klassenunterschied oder gar einer Kluft von zwei Ligen war aber auch überhaupt nichts zu spüren. Und der Schachzug des neuen OFC-Trainers Schmidt, den von seinem Vorgänger Berndroth schon ausgemusterten Ex-Eintrachtler Falk eine Chance zu geben, bewährte sich zur Freude aller Offenbacher. Falk konnte ja schon immer gut den Ball behandeln, und das Derby liefert offenbar auch die geeignete Motivationsgrundlage. So war Falk auch der Ausgangspunkt des 1:0 in der 22. Minute, nach dem bis zu diesem Zeitpunkt, abgesehen von einem von OFC-Torhüter Thier abgewehrten Sechsmeter-Schuss von Wiedener (8.), wenig Aufregendes passiert war. Günther hatte gerade nach einem Foul an Judt die Gelbe Karte gesehen, den fälligen Freistoß von Falk verlängerte Policella per Kopf, Eintracht-Keeper Nikolov konnte den Ball nicht festhalten und Petry staubte aus kurzer Distanz ab.

Zwei Minuten später hätte Policella fast das 2:0 erzielt, doch sein Kopfball strich knapp vorbei. Das Eintracht-Abwehrzentrum mit Cipi und Tsoumou-Madza hatte so seine Probleme. Aber die zogen sich wie ein roter Faden durch die ganze Frankfurter Mannschaft. Tempofußball hatte Eintracht-Trainer Reimann gefordert, aber davon konnte keine Rede sein. Ohnehin hatte die Eintracht mit Günther und Beierle für die eigentlich erwarteten Dragusha und Jones eher konservativ begonnen. Und es gelang ihr anfangs auch nie, Akzente zu setzen, die die Kickers beeindruckt oder gar eingeschüchtert hätten. Da machte auch der aus Leverkusen zurück gekehrte Preuß keine Ausnahme. Dennoch hatte die Eintracht noch vor der Pause ihre Chancen zum Ausgleich. Aber Chas Kullerbällchen an Thier vorbei, nachdem ihn Skela in Szene gesetzt hatte, hatte keine Fahrt. Und auch der harmlose Fallrückzieher des Südkoreaners war eine leichte Beute für Thier, der sich auch Frommers Schuss aus spitzem Winkel schnappte. Und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff rettete Dworschak auf der Linie nach einem gefühlvollen Skela-Freistoß. Frommer war nach 28 Minuten für Günther gekommen. Reimann wusste, was die Stunde geschlagen hatte.

Und nach der Pause ging die Eintracht auch energischer gegen die zunehmend in die Defensive gezwungenen Kickers zu Werk. Frommers Einwechslung machte sich jetzt bezahlt. Nach einem Kopfball übers Tor war er in der 55. Minute nach einer Skela-Flanke wieder per Kopf zur Stelle. Thier war zwar noch dran am Ball, aber die Kugel senkte sich hinter die Torlinie.

Die Eintracht dominierte nun, aber sie machte den Sack nicht zu. Und dies lag wiederum hauptsächlich an Frommer, der ebenso beste Chancen nicht zu verwerten wusste wie Cha, beziehungsweise wie Schur an den Paraden von Thier scheiterte. Aber vor der Verlängerung hätten die Kickers fast noch für den Paukenschlag gesorgt. Bei einem ihrer nur noch vereinzelten Konter war Judt auf dem linken Flügel entwischt, doch seine scharfe flache Hereingabe verpasste Petry ganz knapp. Aufatmen in den Eintracht-Reihen.

Und die Frankfurter mussten auch in der 96. Minute froh sein, als Müller aus wenigen Metern Nikolov nicht überwinden konnte. Kein Zweifel, die Kickers kämpften vorbildlich, aber wer hatte das nicht erwartet. Der Eintracht, die noch Kreuz für Cha brachte, fiel in der Verlängerung nicht mehr viel ein, ihre vermeintlich bessere Kondition kam auch nicht zur Geltung. Die Überlegenheit der allerletzten Minuten verpuffte, weil sich der OFC mit vereinten Kräften leidenschaftlich wehrte. Aber am Ende versagten den Kickers-Spielern eben die Nerven.

Kickers Offenbach: Thier – Dolzer, Barletta, Menze – Müller, Dworschak, Hock, Akrapovic (14. Brighache), Falk – Policella (53. Türker/104. Knappmann), Petry. – Eintracht Frankfurt: Nikolov – Bindewald, Tsoumou-Madza, Cipi, Wiedener – Preuß, Schur, Skela, Günther (28. Frommer) – Cha (111. Kreuz), Beierle (66. Jones). – SR: Fandel (Kyllburg). – Tore: 1:0 Petry (22.), 1:1 Frommer. – Elfmeterschießen: Falk verschießt, 0:1 Skela, 1:1 Judt, Cipi verschießt, 2:1 Barletta, 2:2 Kreuz, 3:2 Knappmann, 3:3 Preuß, Thier verschießt, 3:4 Jones. – – Zuschauer: 20 000. – Gelbe Karten: Dolzer, Petry – Günther, Schur, Cipi, Jones.


Quelle: FNP
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02.09.2003 07:45
#4 RE:+++ PRESSESCHAU ZUM DERBY +++ antworten

Offenbach (dpa/lhe) - In einem Elfmeter-Krimi hat Eintracht Frankfurt eine weitere Blamage eines Fußball-Bundesligisten nach dem Aus des VfL Bochum und des 1. FC Kaiserslautern in der 1. DFB- Pokalrunde gerade noch verhindert. Der Bundesliga-16. setzte sich im Main-Derby beim Regionalligisten Kickers Offenbach mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden. Frankfurts Pokalheld war Jermaine Jones mit dem entscheidenden Elfmeter gegen Kickers-Torwart Cesar Thier, der zuvor den Ball über das Tor von Eintracht-Keeper Oka Nikolov in den Abendhimmel geschossen hatte. Thier hatte zuvor gegen Cipi und Nikolov gegen Falk gehalten. Ihre Elfmeter verwandelten Judt, Barletta und Knappmann für die Kickers, Skela, Kreuz und Preuß für die Eintracht. Die Tore vor 20 500 Zuschauern auf dem ausverkauften „Bieberer Berg“ - darunter Bayern-Präsident Franz Beckenbauer - hatten in der regulären Spielzeit Michael Petry (22.) für die Kickers und Nico Frommer (55.) erzielt.

Kickers-Coach Lars Schmidt setzte bei seiner Feuertaufe mit dem früheren Zweitliga-Torjägers Gustav Policella voll auf Offensive. Eintracht-Trainer Willi Reimann hatte im Angriff dem erstmals in dieses Saison auflaufenden Markus Beierle gegenüber dem später eingewechselten U 21-Nationalspieler Jermaine Jones den Vorzug gegeben. Policellas Einsatz lohnte sich: Nachdem Andre Wiedener die erste Eintracht-Großchance (8.) vergeben hatte, bereitete er unter Mithilfe von Eintracht-Keeper Oka Nikolov, der Policellas Kopfball nicht fest hielt, Petrys „Abstaubertor“ vor. Zwei Minuten später hätte Policella per Kopf fast das 2:0 erzielt. Reimann reagierte prompt und schickte mit Frommer (29. für Sven Günther) einen dritten Stürmer auf den Platz. Zunächst ohne Wirkung. Denn dort zeigten die engagierten Gastgeber mehr Initiative. Dem stark spielenden Ex-Eintrachtler Patrick Falk (38.) wäre fast das 2:0 gelungen. Auf der Gegenseite hatte Ervin Skela mit einem Freistoß Sekunden vor dem Pausenpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Herbert Fandel (Kyllburg) den Ausgleich auf dem Fuß. Doch Kickers- Kapitän Matthias Dworschak klärte per Kopf vor der Torlinie.

Nach dem Wechsel setzte Regen ein, der Frankfurts stockenden Spielfluss sichtlich beförderte. Das 1:1 fiel jedoch glücklich: Aus einem Gewühl im Fünf-Meter-Raum köpfte Frommer den Ball ins Tor. Erst nach dem Ausgleich gewann das bis dahin planlose Spiel des Bundesligisten etwas an Sicherheit. Daraus resultierende Chancen durch Du Ri Cha (74./82.) und Frommer (76.) wurden jedoch vergeben. Auf der Gegenseite hatte Christian Müller (96.) eine Riesenchance zum Kickers-Sieg.

Dank eines Großaufgebots von über 1000 Polizei- und Ordnungskräften gab es vor und während des brisanten ersten Main- Derbys seit 19 Jahren keine nennenswerten Meldungen über befürchtete Ausschreitungen rivalisierender Fans.

Quelle: Op-Online
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02.09.2003 07:48
#5 RE:+++ PRESSESCHAU ZUM DERBY +++ antworten

DFB-Pokal
Dramatisches Derby
Von Ralf Weitbrecht

01. September 2003 Eintracht Frankfurt hat in der ersten Runde des DFB-Pokals nur knapp einer Blamage verhindert. Der Bundesligaklub setzte sich im 143. Derby beim Regionalligavertreter und ewigen Rivalen Kickers Offenbach glücklich erst im Elfmeterschießen durch. Dagegen konnte sich Zweitliga-Absteiger St.Pauli gegen Arminia Bielefeld behaupten (4:3 n.E.).

Spannender und packender hätte es wirklich nicht sein können. Neunzehn Jahre lang haben sie in Offenbach und Frankfurt auf das Derby zwischen den Kickers und der Eintracht warten müssen. Und zum guten Ende dauerte es mehr als 120 Minuten, bis ein Sieger in dieser Pokalbegegnung gefunden war.

Jones bewahrt Nerven

Zum großen Finale gab es für alle Derbyfreunde im stimmungsvollen Stadion am Bieberer Berg das ultimative Elfmeterschießen, aus dem die Eintracht als glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger hervorging. 1:1 hieß es nach dem Ende der regulären Spielzeit, 5:4 dann nach Elfmeterschießen. Jermaine Jones war der letzte und entscheidende Schütze, der die Nerven bewahrte und als Fünfter den vierten Strafstoß für die Eintracht verwandelte.

Vor ihm waren schon Ervin Skela, Markus Kreuz und Christoph Preuß erfolgreich gewesen, Geri Cipi nahm zu genau Maß und zielte an den Pfosten. Bei den Kickers reichte es lediglich durch Thorsten Judt, Angelo Barletta und Christian Knappmann zu drei verwandelten Strafstößen. Patrick Falk scheiterte an Eintracht-Schlußmann Oka Nikolov, und der Offenbacher Torhüter Cesar Thier als fünfter Schütze drosch den Ball gar auf die Tribüne.

„Wir waren die Glücklicheren“

Schluß, aus, vorbei - das 143. Derby hatte spät seinen Sieger gefunden. „Die Kickers haben ein sehr gutes Spiel gemacht, aber wir waren die Glücklicheren“, sagte Eintracht-Trainer Willi Reimann. „Wir sind weiter im Lostopf.“ Natürlich waren sie alle gekommen. Petra Roth und Gerhard Grandke, die beiden Oberbürgermeister aus Frankfurt und Offenbach. Peter Fischer und Dieter Müller, die beiden Präsidenten der Eintracht und der Kickers. Waldemar Klein, der Ehrenpräsident des OFC.

Und sogar Franz Beckenbauer, die omnipotente und scheinbar allgegenwärtige Lichtgestalt des deutschen Fußballs. Wer mit der Eintracht in diesem so sehnsüchtig erwarteten Derby sympathisierte, hätte früh jubeln können. Nach einer feinen Flanke von Sven Günther nahm Andree Wiedener den Ball volley, zielte aber genau in die Arme von OFC-Tormann Thier (9.). Ein Stürmer hätte sich diese Chance für die Eintracht vermutlich nicht entgehen lassen, doch Wiedener gehört bekanntlich zu den Handwerkern aus der Eintracht-Defensive.

Kein Klassenunterschied

Der Erstligaklub zu Gast beim Drittligaverein: Von einem vermeintlichen Klassenunterschied war nichts, aber auch gar nichts zu erkennen. Im Gegenteil. Es waren die Kickers, die von Beginn an leidenschaftlicher, engagierter und beherzter die Herausforderung Pokalderby annahmen. Nach sechzehn Minuten nahm Christian Müller erstmals Maß, das Frankfurter Tor zu treffen.

Sechs Minuten später fiel es wirklich. Der gefällige und ungeahnt laufstarke Patrick Falk zirkelte einen Freistoß in den Fünfmeterraum, Gustav Policella verlängerte mit dem Kopf, Eintracht-Schlußmann Oka Nikolov konnte den Ball nur abklatschen - und Michael Petry durfte sich als Torschütze bejubeln lassen. 1:0 für die Amateure gegen die Profis. Dies war genau das, was sich der neue Offenbacher Trainer Lars Schmidt erhofft hatte, und auch der freudig klatschende Oberbürgermeister Grandke konnte das frühe Glück des OFC kaum fassen.

Harmlose Eintracht

Von der Eintracht war am Bieberer Berg wenig zu sehen. Erst der schwache Schuß von Wiedener, dann der harmlose Versuch von Du-Ri Cha, das leere Tor zu treffen. OFC-Abwehrchef Steffen Menze hatte alle Zeit der Welt, routiniert vor dem Überschreiten der Torlinie zu klären (25.). Mit zwei Stürmern - Cha und Markus Beierle - war Eintracht-Trainer Willi Reimann angetreten, die Offenbacher empfindlich zu treffen.

Doch weil von beiden Profis kaum Gefahr ausging, brachte Reimann mit Nico Frommer eine dritte Angriffskraft, Verteidiger Sven Günther mußte gehen (29.). Über zwei starke Szenen konnte sich die 20500 Zuschauer in der ausverkauften Arena bis zur Halbzeitpause noch erfreuen. Falk narrte den Albaner Geri Cipi (38.), und Eintracht-Spielmacher Ervin Skela scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einem Freistoß, den OFC-Kapitän Matthias Dworschak von der Linie köpfte.

Frommer gelingt Ausgleich

In der zweiten Halbzeit zeigte die Eintracht dann endlich, was sie zuvor 45 Minuten lang vermissen ließ. Schnell übernahmen die Frankfurter die Kontrolle über die Pokalpartie, und prompt fiel auch der Ausgleich. Nico Frommer zeigte nach einem Eckball von Skela Köpfchen (55.). Dieses 1:1 zwischen den beiden Nachbarn hatte Petra Roth schon nicht mehr mitbekommen.

Die Oberbürgermeisterin hatte sich wegen eines unaufschiebbaren Termins zur Pause verabschiedet. Dafür bekamen all die Fußballfans, die im Stadion am Bieberer Berg ausharrten, ein spannendes Finale serviert. Reimann brachte Jermaine Jones für den enttäuschenden Beierle (66.), Frommer hatte gleich zwei Möglichkeiten, die Entscheidung während der regulären Spielzeit herbeizuführen (76. und 82.).

Und weil auch Michael Petry in der Schlußminute nach einer Hereingabe von Thorsten Judt um Zentimeter zu spät mit dem Grätschen begann, ging die Partie erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen. Daß OFC-Tormann Thier den Ball unmotiviert in die Tribüne schoß, war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant. „Er hatte nicht gedacht, daß es schon der letzte Elfmeter gewesen ist“, sagte sein Trainer Lars Schmidt. Glückliche Eintracht. Das Derby hat sie unbeschadet überstanden. Nun kann sie alle Kräfte auf den Kampf um den Klassenverbleib konzentrieren. Andreas Möller soll dabei fleißig helfen.

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kickers Offenbach - Eintracht Frankfurt 1:1 (1:1, 1:0) n.V., 3:4 i. E.

Frankfurt: Nikolov - Bindewald, Tsoumou-Madza, Cipi, Wiedener - Preuß, Schur, Skela, Günther (29. Frommer) - Cha (110. Kreuz), Beierle (66. Jones)
Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg)
Tore: 1:0 Petry (22.), 1:1 Frommer (55.);
Elfmeterschießen: Nikolov hält gegen Falk, 0:1 Skela, 1:1 Judt, Thier hält gegen Cipi, 2:1 Barletta, 2:2 Kreuz, 3:2 Knappmann, 3:3 Preuß, Thier schießt über das Tor, 3:4 Jones
Zuschauer: 20.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Günther, Schur, Cipi, Jones


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