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 Eishockey
Mr.Met Offline



Beiträge: 4.396

06.10.2003 09:31
IN Köln wird man langsam unruhig... antworten

KEC: Die Kirche ist nicht mehr im Dorf

Köln, 6. Oktober

Die Kölner Haie befinden sich bereits im Oktober mitten in einer Krise. Die Mannschaft muss überraschend viele Gegentreffer hinnehmen und verlor bereits 5 Spiele nach regulärer Spielzeit, in der vergangenen Saison hatte man insgesamt nur 7 Niederlagen nach 60 Minuten hinnehmen müssen. Böse Zungen rund um die Kölnarena spotten bereits, man habe das Problem des Penaltyschiessens insofern gelöst, als man den "Shootout" gar nicht mehr erreicht. Trainer Hans Zach macht der Mannschaft keinen Vorwurf und man kann seinem Team in der Tat nicht den Willen absprechen. Die kämpferische Leistung stimmt und die Anzahl der selbst erzielten Treffer ebenfalls, nur "hinten" klappte es bisher überhaupt nicht. Für den neutralen Besucher der Kölner Spiele ist der bisherige Saisonverlauf sogar interessanter als im vergangenen Jahr, denn in der abgelaufenen Spielzeit lieferten die Haie meistens Arbeitssiege mit wenigen Treffern ab. Drei Tore mussten meistens für drei Punkte reichen, ansonsten ging´s ins Penaltyschiessen, das man regelmäßig verlor, das aber auch dann noch Punkte brachte. In dieser Saison geht die Post auf dem Eis deutlich mehr ab, weil Tore nun einmal aus Fehlern resultieren, die Freude des erlebnisorientierten Zuschauers ist eben nicht immer auch die Freude des Trainers. Die Fans widerum stehen meist zum Team und zum Trainer, solange die kämpferische Leistung stimmt. Diese kann man den Haien wie gesagt nicht absprechen, dennoch macht sich im Fanlager Frust breit, weil man nicht genügend beachtet wird. So soll es keinen Abschied des Teams von den Fans nach der Niederlage in Kassel gegeben haben und als fan seinem Unmut am Kölner Mannschaftsbus Luft machte, soll Hans Zach mit einer abfälligen Geste reagiert haben, vielleicht war auch nur der Scheibenwischer am Bus kaputt. Wenn es sportlich nicht läuft tut man eigentlich gut daran, sich um die Fans zu kümmern und es tut keinem Spieler weh, auf dem Weg zur Kabine noch kurz den Schläger zu heben. Die Unsicherheit des erfolgsverwöhnten Kölner Anhangs (der KEC stand in den vergangenen fünf Jahren gleich dreimal im Finale) wird durch viele offene Fragen hinter den Kulissen geschürt. Sportdirektor Brunner erklärte im Interview mit "Premiere", dass in ihm schon seit geraumer Zeit der Entschluss gereift sei, die Haie zu verlassen, obwohl die Arbeit mit Trainer und Mannschaft viel Freude bereite. Welche Arbeit Brunner derzeit darüber hinaus für die Haie leistet, wurde im Interview nicht deutlich. Brunner erklärte, er kenne den Etat für die kommende Saison nicht und habe auch mit der Vertragsverlängerung von Alex Hicks nichts zu tun gehabt. Derartige Statements tragen natürlich nicht zur Klärung der Situation bei. Trainer Hans Zach erklärte seinerseits, er wolle sich demnächst mit Haie-Chef Göttsch zusammensetzen und über die Zukunft reden. Der Termin für ein derartiges Gespräch scheint ein wenig früh angesetzt worden zu sein, denn im Oktober kann noch kein Mensch erkennen, ob das Saisonziel erreicht oder verpasst wird. Was wäre in Köln erst los, wenn man dem Trainer jetzt einen neuen Vertrag gäbe und dann im März die Play-offs verpasste? Oder will man etwa die Zusammenarbeit zum Ende der Saison beenden und rechtzeitig klare Verhältnisse schaffen? Es bleibt spannend am Rhein, wo man den Dom in Köln, aber die Kirche nicht im Dorf lässt. (ab)


Gruß Met "der Gaddesträßler"



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